Fangmethoden

Für einen schonenden und behutsamen Heringsfang nutzen die Fischer so genannte pelagische Schleppnetze und Ringwaden.

 

Schleppnetz-Fischerei

Der Begriff „pelagisch“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „frei im Wasser lebend“. Pelagische Schleppnetze sind für den Fang von im freien Wasser lebenden Fischarten wie Rotbarsch, Kabeljau, Seelachs, Makrele, Hering, Sprotte, Sardelle und Sardinen konzipiert.

Ihre Trichterform läuft am Ende in einer Tasche, dem Steert, aus. Darin werden die Fische gesammelt. Die Öffnung des Netzes ist 50-70 Meter hoch und 80-120 Meter breit. Die Gesamtlänge beträgt meist 1.500 Meter. Bei langsamer Geschwindigkeit von 3-4 Knoten (ca. 5 km/h) ziehen zwei Trawler die Netze in einer Wassertiefe von etwa 50-300 Meter. Die Ortung der Fische erfolgt hierbei mittels Sonar und Echolot.

 

Fang aus pelagischer Schleppnetzfischerei

Ringwaden-Fischerei

Ebenso behutsam ist die Fischerei mit Ringwaden, die sowohl in der Hochseefischerei als auch in der Binnenfischerei eingesetzt werden.

Bei der Hochseefischerei sind die Netze bis zu 2.000 Meter lang und reichen bis zu einer Tiefe von 200 Metern. In flacheren Gewässern haben sie hingegen nur eine Länge von 50-200 Metern und reichen bis zu 20 Meter tief. Die Fischer legen dabei die Ringwade ringförmig um einen Fischschwarm aus und schließen anschließend das Netz mit der unteren Schnürleine. Um Haut- und Kiemenverletzungen weitgehend auszuschließen, ist die Maschenweite sehr klein.
Bei dem Thunfisch, der für die Rügen Fisch Thunfischfilets eingesetzt wird, handelt es sich um Skipjack (Katsuwonis pelamis), der im FAO Fanggebiet 51 (Westindischer Ozean) gefangen wurde.

Er wurde mit der so genannten Langleine gefangen. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes "dolphin safe" Verfahren, womit der Beifang von Delphinen vermieden wird.

 

Fang aus Ringwadenfischerei